Pelletheizung - die günstige Alternative

Eine Pelletheizung ist die umweltfreundliche und auf lange Sicht kostengünstigere Alternative zu den herkömmlichen Öl- und Gas-Heizanlagen.

Die Entwicklung klimaneutraler Heizanlagen mit Holz wurde als Folge der Ölkrise in den 80er Jahren vorangetrieben, um der Abhängigkeit von Öl und Gas zu entkommen. Angesichts der Verknappung fossiler Brennstoffe und der damit verbundenen explosiven Preissteigerung lohnt sich eine Pelletsheizung vor allem für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Bei etwas größeren Anlagen für beispielsweise Behörden, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen sind Pelletheizungen sogar noch lukrativer.

Wie funktioniert eine mit Holzpellets betriebene Heizung?

Das folgende Video zeigt, wie man ein Einfamilienhaus mit Holzpellets beheizen kann.  



Quelle: EnergieAgentur.NRW

Pelletheizung - Förderung durch die Bundesländer

Die Anschaffung einer Pelletsheizung wird für Privatpersonen von den einzelnen Bundesländern gefördert. Für jedes Bundesland wird der Zuschuss für Pelletsheizungen unterschiedlich ermittelt.

Längerfristig ist Heizen mit Holzpellets aber nicht nur aufgrund der Förderung günstiger. Das niedrige und stabile Preisniveau für den Biomasse-Brennstoff Holz zahlt sich auf lange Sicht für jeden Besitzer einer Pelletheizung aus.

Pelletheizungen werden je nach Bedarf in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Einzelöfen für Wohnräume sind mit einer Leistung ab 5 kW erhältlich. Die Pellets werden bei diesen Kleinanlagen zumeist von Hand in den Vorratsspeicher gefüllt. Zentralheizungen, die im Keller aufgestellt und das ganze Haus beheizen, werden automatisch mit Pellets aus einem Lagerraum oder Tank beschickt. Eine Pelletsheizung mit einer Leistung bis zu 100 kW eignet sich besonders gut für die Beheizung größerer Gebäude wie Mehrfamilienhäuser, Schulen und Kindergärten. Eine moderne Pelletheizung ist in der Bedienung und Wartung so komfortabel wie eine herkömmliche Heizanlage. Ähnlich wie bei einer Ölheizung ist ein Lagerraum für die Holzpellets nötig, von dem aus die Pelletheizung automatisch befeuert wird. Bei Platzmangel kann auch ein Tank unter die Erde oder außerhalb von Gebäuden errichtet werden.

Der Markt für Holzpelletheizungen in Österreich

Im Jahr 1997 wurde in Österreich die erste Pelletheizung installiert. Seitdem verzeichnet das Land eine beeindruckende Zuwachsrate an neu installierten Pelletkesseln. Kein anderer europäischer Markt für Pelletheizungen ist so schnell gewachsen. Gemessen an dem überdurchschnittlich hohen Verhältnis von Pellet-Heizanlagen pro Einwohner ist Österreich eines der führenden Länder Europas. Im Jahr 2013 zum Beispiel lag Österreich auf Platz 1 vor Dänemark und Schweden. Weit abgeschlagen lagen auf den folgenden Plätzen Finnland und Deutschland, die gerade einmal die Hälfte beziehungsweise ein Drittel an Neuinstallationen aufweisen konnten.

Pelletkessel-Bestand
Quelle: proPellets Austria

Die jährliche Wachstumsrate in den Jahren 2010 bis 2013 von durchschnittlich 11,75 Prozent in Österreich ist beachtlich. Laut Statistiken der Landwirtschaftskammer von Niederösterreich lag der Gesamtbestand an Pelletheizungen (Kleinfeuerungsanlagen < 100 kW) zu Jahresende in Österreich bei 111.630 Anlagen. Dieser Wachstumstrend wird sich voraussichtlich auch in nächster Zukunft kaum ändern.

Niederösterreich hat den größten Bestand an Pelletheizungen

Die österreichische Bundesregierung legt großen Wert auf die thermische Sanierung von Gebäuden und auf Heizkesselerneuerung. Deshalb gewährt der Staat dementsprechende Förderungen. Dennoch ist es vornehmlich den einzelnen Bundesländern vorenthalten, wie und ob sie den Umstieg auf eine Pelletheizung fördern.

Pelletkessel-Bestand-Bundesländer
Quelle: proPellets Austria

Trotz der im Vergleich gering ausfallenden Länderförderungen für Pelletheizungen in Niederösterreich ist es beachtlich, dass hier die meisten Anlagen installiert wurden. Im Jahr 2013 lag Niederösterreich mit knapp 30.000 Heizanlagen deutlich vor den anderen Bundesländern. Oberösterreich ist mit circa 4.000 Pelletheizungen weniger auf dem zweiten Platz. Die Steiermark kommt mit circa 18.700 Heizungsanlagen auf Platz 3. Schlusslicht bildet Wien mit knapp 1.300 installierten Pelletheizkesseln.

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